Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC ) hat am Freitag über die Zukunft ihrer Produktionsbeschränkungen beschlossen. Diese werden im neuen Jahr sogar verschärft und vor allem Saudi-Arabien will auch weiterhin deutlich unter seiner Quote bleiben. Die Ölpreise machten daraufhin zum Wochenende einen deutlichen Satz nach oben.

 

OPEC beschließt niedrigere Förderquoten

Dass das Kartell wohl an den bestehenden Produktionskürzungen festhalten würde, kam für die Markteilnehmer am Freitag nicht überraschend. Deshalb blieb die Mitteilung, man wolle die Quote von bisher 1,2 Mio. Barrel am Tag (à 159 Liter) auf 0,7 Mio. Barrel täglich senken, zunächst ohne große Wirkung.

 

Die Maßnahme soll bis März 2020 gelten, dann wird es noch vor der Vollversammlung im nächsten Sommer ein außerordentliches Treffen geben. Wie schon beim letzten Mal gelten für die verschiedenen Länder auch unterschiedliche Förderquoten. Saudi-Arabien wird auch dieses Mal die stärksten Beschränkungen abbekommen. Allerdings hatte das Königreich in den letzten Monaten sowieso schon fast durchgehend deutlich unter den auferlegten Quoten produziert.

 

Saudi-Arabien will sogar noch stärker kürzen

Der größte Paukenschlag war deshalb am Freitag auch die Ansage aus Riad, dass man weiterhin deutlich weniger fördern wolle als es die neuen Quoten zulassen, um den Ölpreis zu stabilisieren. Allerdings, so machte der saudische Ölminister klar, wolle man nicht weiterhin den Löwenanteil übernehmen damit andere Länder ihre freiwillige Verpflichtung ignorieren könnten.

 

Man wolle den Partnern zwei  Monate Zeit geben, um sich an die Vereinbarungen zu halten und dann neu entscheiden. In der Vergangenheit hatte Saudi-Arabien die Kürzungen teilweise fast alleine geschultert, während Länder wie der Irak oder Nigeria ihre Förderung sogar gesteigert hatten.

 

Mit der Ankündigung aus Saudi-Arabien, auch weiterhin stärker als nötig zu kürzen, machten die Ölpreise am Freitag nachmittag einen deutlichen Satz nach oben. Zwar konnte sich daraus kein dauerhafter Trend entwickeln und die börsengehandelten Rohölpreise gaben noch am Abend einige der Gewinne wieder ab, doch startet die neue Woche heute dennoch auf höheren Preisniveaus.

 

Ausblick

Die Preissteigerungen an der Börse haben auch die Inlandspreise für Heizöl nach oben katapultiert. Verbraucher müssen deshalb heute mit Aufschlägen von etwa +0,30 bis +0,50 Euro pro 100 Liter rechnen.


Source: Futures-Services