US-Präsident Trump hatte bereits am Dienstag seine Rede vor der UN-Generalversammlung gehalten und am Rande der Veranstaltung auch erste „produktive“ indirekte Gespräche der USA mit dem Iran erwähnt. Am gestrigen Mittwoch ergriff nun der iranische Präsident Masud Peseschkian bei der UN-Generalversammlung das Wort und stellte noch einmal klar, dass der Iran zwar dialogbereit sei, sich aber nicht der „Sprache der Gewalt“ beugen werde.

 

Peseschkian: Ohne Ende der US-Seeblockade keine Freigabe von Hormus 
Bei seiner Rede sprach Peseschkian auch die Situation in der Straße von Hormus an. „Es kann nicht sein, dass alle von der Straße von Hormus profitieren, während uns der Zugang verwehrt wird“, sagte er Bezug nehmend auf die US-Seeblockade Irans. Peseschkian gab an, die Islamische Republik werde die Meerenge erst wieder freigeben, wenn auch die USA ihre Seeblockade beenden. Darüber hinaus wiederholte er weitere Forderungen Teherans für ein Abkommen, wie beispielsweise die Freigabe im Ausland eingefrorener iranischer Vermögenswerte sowie das Recht auf die zivile Nutzung von Atomkraft.

 

US-Produktbestände wieder rückläufig
Während also abzuwarten bleibt, ob sich die Schifffahrt in der Straße von Hormus in naher Zukunft wieder normalisieren kann, meldete das US-Energieministerium (DOE) am Mittwochnachmittag für die vergangene Woche einen deutlichen Anstieg der US-Rohölvorräte. Die leichte Erholung, die sich bei den Destillat- und Benzinbeständen zuletzt ergeben hatte, geriet in der vergangenen Woche dagegen allerdings bereits wieder ins Stocken. So lagen die Vorräte in den beiden Produktkategorien im saisonalen Vergleich weiterhin auf sehr niedrigem Niveau.

 

Washington prüft Diesel-Exportverbot
Da die Dieselpreise in den USA am Dienstag laut dem US-Automobilclub (AAA) ein neues Rekordniveau erreichten, prüft Washington mittlerweile sogar die potenzielle Wirkung eines teilweisen oder vollständigen Diesel-Exportverbots. US-Präsident Trump gab am Dienstag an, er habe sich für ein Exportverbot des Kraftstoffs ausgesprochen. Sollten die USA die Ausfuhr von Diesel tatsächlich verbieten, würde dies das Angebot auf dem internationalen Markt weiter schmälern, was die Preise weiter nach oben treiben dürfte.

 

Heizölpreise teils noch etwas günstiger erwartet
An den Ölbörsen bleibt der Gasoil-Kontrakt heute Morgen noch unterhalb des Vortageshochs. Zudem startet der EUR/USD nach den gestrigen Kursverlusten einen Erholungsversuch. Daher können Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet aktuell noch mit leichten Abschlägen von -0,75 bis -0,15 Euro pro 100 Liter Heizöl gegenüber Mittwochvormittag rechnen. Diese Zahlen können sich aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Tagesverlauf ändern und sind daher nur als Momentaufnahme zu verstehen.


Source: Futures-Services